Kleinunternehmen stehen täglich vor zahlreichen Aufgaben – von der Kundenbetreuung über die Teamführung bis hin zum Marketing. Gerade deshalb sollte Content Marketing effizient und wirkungsvoll sein. Ziel ist es, mit hilfreichen, relevanten Inhalten Vertrauen aufzubauen, Mehrwert zu bieten und potenzielle Kunden bereits vor der Kaufentscheidung zu erreichen.
Dabei reicht es heute nicht mehr aus, nur häufige Fragen zu beantworten oder auf Keywords zu bauen. Erfolgreiches Content Marketing setzt auf zielgruppengerechte Inhalte, eine authentische und kompetente Stimme sowie den direkten Dialog, um Vertrauen zu schaffen und offene Fragen zu klären.
In diesem Blogbeitrag von Webnode wirst du lernen:
Content-Marketing kann dir helfen Kunden/Kundinnen zu gewinnen – nicht nur mehr Klicks. Wichtig ist, dass du dabei einem klaren Plan folgst. Schauen wir uns an, wie Kleinunternehmen Content-Marketing nutzen – und was bei ihnen wirklich funktioniert.
In Deutschland zahlen etwa 38% der Unternehmen für Online-Ads (Eurostats),
Nur knapp 24% der Kleinunternehmen fokussieren sich auf den Content der Website oder Keywords (Eurostats).
Viele Unternehmen setzen zunächst auf Werbung, statt mit den Inhalten ihrer Website zu überzeugen. Generell fällt die Investition in Content Marketing oft noch überschaubar aus. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du Content Marketing einfach und effektiv umsetzen kannst – auch mit einem begrenzten Budget.
Was ist Content Marketing?
Content Marketing ist eine Marketingstrategie, bei der Unternehmen nützliche, interessante oder unterhaltsame Inhalte erstellen, um Menschen zu überzeugen, anstatt sie mit direkter Werbung zu überreden. Das Kreieren von Inhalten kann zum Beispiel in Form von Blogartikeln, Social Media Posts, Videos oder E-Mails geschehen oder ganz einfach auf einer Firmenwebsite.
Ein/e Friseur/-in veröffentlicht einen Ratgeber zum Thema: „Wie Pumuckel nach dem Färben mit einer Haarfärbespülung beheben (und wann der Profi ranmuss)“.
Ein/e Klempner/-in dreht ein kurzes Video, in dem er erklärt: „Was tun, wenn das Waschbecken verstopft ist – bevor du den Klempner rufst“.
Eine Tierarztpraxis veröffentlicht einen Blogbeitrag zum Thema „Wie weiss ich dass mein Hund Schmerzen hat-was tun?“.
Es gilt: Erst unterhalten oder helfen, dann verkaufen.
Wie unterscheidet sich Content Marketing von der traditionellen Werbung?
Egal ob online oder offline, traditionelle Werbung ist:
aufmerksamkeitserregend
kurz
aufdringlich
profitorientiert
71 % der Käufer/-innen gaben in einer Studie von Economist Group an, dass sie das Interesse an Inhalten verlieren, welche die Kaufentscheidung der Leser/-innen zu sehr beeinflussen wollen.
Content Marketing ist wie eine Unterhaltung mit einem Freund oder Freundin, nach der du um Rat fragst. Denk beim Verfassen deiner Inhalte immer:
Wie kannst du helfen?
Welche Lösungen oder Optionen sind in dem Fall am besten?
Worauf sollte der/die Fragende hierbei achten?
Beide haben ihre Vorzüge, doch es ist der Fokus auf Content Creation der in Sachen Vertrauensaufbau schwer zu schlagen ist. Es steigert die Bekanntheit einer Marke, generiert Leads, schafft mehr Gemeinsamkeit innerhalb einer Zielgruppe und kann sogar den Umsatz steigern.
Top 5 des Content Marketings
Die Fünf, die für das Erschaffen deiner Webinhalte unersetzlich sind, und helfen deine Website bekannt machen sind folgende:
Kundschaft
Aus was für Charakteren besteht deine Zielgruppe? Wie ticken sie? Sei spezifisch und definiere deren Herkunft, Berufung, Hintergrund. Wie du so genannte Personas identifizierst, findest du in unserem Beitrag zur Erstellung deines Business Plans.
Klarheit
Verwende eine deutliche leicht zu verstehende Sprache und Struktur deiner geschriebenen Texte, so dass Menschen sofort sehen, was du zu bieten hast.
Kontinuierlichkeit
Behalte deinen Ton, Schreibstil, Webdesign (Font und Farben), Gliederung deiner Inhalte über alle Plattformen hinweg und in E-Mails einheitlich.
Channel
Auch wenn der Trend zum Liquiden Content, und somit die Präsenz auf allen Plattformen (KI gestützt, Social Media, Foren usw.) zunimmt, konzentriere dich anfangs auf die Channels, die deine Zielgruppe hauptsächlich nutzt.
Conversions
Jeder Inhalt, egal ob ein Blog-Artikel, ein Newsletter, den du versendest, oder ein gepostetes Instagram Reel, hat einen bestimmten Zweck. Dies kann beispielsweise eine Terminvereinbarung, das Testen eines neuen Produktes oder der Kauf eines Abos sein. Inhalte sollten die Nutzer eindeutig zum nächsten Schritt führen.
5 Content Marketing Strategien für KMUs
Content Marketing heißt das zu veröffentlichen, was wirklich wichtig ist.
Wie kannst du das tun und als KMU einen dir neuen bzw. existierenden Kundenstamm aufbauen? Webnode geht mit dir 5 strategische Expertenschritte durch, die du leicht umsetzen kannst:
1. Deine Zielgruppe und deren Probleme kennen
Der größte Fehler den Firmen beim Marketing machen, ist dass sie sich von dem beeinflussen lassen, was andere machen und vorgefertigten Formaten folgen. “Auf Insta posten ist Standard.” oder “Wir müssen einen Blog führen, das macht jeder.” Dies sind vorschnelle Beschlüsse, die sich dann ergeben, wenn nicht sicher ist welchen Menschentyp sie ansprechen wollen.
Eine Firma hat mehr als nur ein Publikum
Jede Firma hat unterschiedliche Zielgruppen.
Ein Steuerberater/-in betreut Freelancer, kleine GmbHs und Personen mit Steuerfragen.
Ein Kfz-Mechaniker/-in bedient private Autobesitzer, Notfallkunden als auch Firmen mit Autoflotten.
Ein Hundepfleger/-in betreut Hunde verschiedener Rasen und Altersgruppen von Erstbesitzern und jahrelangen Hundefans.
Jede dieser Gruppen:
Stellt unterschiedliche Fragen.
Sorgt sich um andere Dinge.
Tippt verschiedene Anfragen in Suchmaschinen.
Die Inhalte sollten dies berücksichtigen. Im Falle des/der Steuerberater/-in kann diese/r Inhalte aus verschiedenen Blickrichtungen veröffentlichen, wie z.B.:
“Steuer-Checkliste für Berliner Freelancer”
“Steuerplanung für KMOs fürs Steuerjahr 2026”
“Was passiert, wennich die Steuererklärung verspätet einreiche?”
Beginne mit den Menschen die den Kunden/Kundinnen nah sind
Um das notwendige Expertenwissen zu liefern, hole dir Unterstützung innerhalb deines Teams, insbesondere aus dem Kundensupport, Sales-, UX- und Social Media- Bereichen:
Kundensupport
Was verwirrt Kunden am meisten?
Wo gibt es Inhaltslücken?
Welche Aktionen lassen Kunden wieder buchen?
Welche Fragen werden vor der Buchung gestellt?
Welche Beschwerden werden am häufigsten geäußert?
Sales
Was sind die größten Probleme, mit denen Kunden konfrontiert sind?
Welche Einwände tauchen immer wieder auf, bevor jemand “Ja“ sagt?
Bezeichnen sie deine Lösungen, Service oder Produkt anders als du selbst, wenn ja, wie?
Wie löst dein Service oder Produkt Unsicherheiten der Kunden/Kundinnen?
Welche Beschwerden werden am häufigsten geäußert?
Social Media
Welche Inhalte und Formate kommen gut an?
Was liegt im Trend und wie denkt deine Zielgruppe darüber?
Wie ändern sich deine Followers über die Zeit (Monate und Jahre)?
Welcher Social Media Content hat den größten Einfluss auf deine Website (Besuche, Buchungen, Klicks, Käufe)?
UX / Customer Experience
Welche Texte und Elemente funktionieren in Blog-Posts?
Wo und bei was genau verlassen User deine Seite?
Was denken sie könnte verbessert werden?
Wie wird die Firma, das Produkt oder der Service wahrgenommen?
Du hast diese Experten/Expertinnen nicht in deiner Firma? Dann gehe die Fragen in einem Brainstorming durch und stelle dir Szenarien vor die zu bestimmten Anfragen oder Problemen passen. Gruppe diese nach Thema.
Jedes Thema wird die Art von Kunden/Kundinnen ansprechen, die du anlocken willst. Dieses kann anschließend zu einem Blog-Artikel, Social Media Post oder beispielsweise Erfahrungsvideo werden.
Experten Tipp eines UX-Researchers
“Du brauchst keinen komplizierten Forschungsplan, beginne einfach mit den Fragen:
Was frustriert dich momentan am meisten an meiner Dienstleistung/Produkt?
Was macht dir das Leben hier schwer?
Was funktioniert für dich gar nicht und was ist besser?
Kunden/Kundinnen werden dir schon sagen, was sie stört, und dafür werden sie gewollt sein dafür extra zu bezahlen, um diese Störung für immer loszuwerden.”
Menschen suchen nicht immer direkt nach deinen Diensten, sie suchen nach Lösungen zu Problemen.
Ein/e Hausbesitzer/-in schreibt zum Beispiel nicht “Ersatz für Rohre”, sondern fragt “Warum stinkt es aus meinem Abfluss in der Küche?”
Jemand mit einem Haustier wird nach “Katze kotzt viel, wann zum Tierarzt?” an Stelle von “Biom-Gastrointestinal Diät” suchen.
Frage dich immer folgende 3 Fragen, wenn du Inhalte generierst:
Was ist das Problem hinter der Suchanfrage?
In welcher Situation ist die Person?
Was braucht es, damit diese mit: “Super, das passt perfekt” reagieren wird?
Wenn du diese Fragen beantwortet hast, kannst du deine User zu einer Lösung leiten, ohne dass du marktschreierisch klingst.
Eine 20-minütige Übung, um deinen Kundenstamm zu definieren
Nimm ein Blatt Papier und beantworte diese Fragen:
Wer sind deine 2-3 Haupt-Kunden-Typen?
Was wollen sie erreichen oder vermeiden?
Welche 10 Fragen würden diese stellen, bevor sie von dir kaufen?
Welche 5 Ängste oder Beschwerden haben sie die sie daran hindert “ja” zu sagen?
Was passiert, wenn diese nichts tun?
Hierzu haben wir zwei Beispielberufe (Elektriker und Anwalt) zusammengetragen, die verdeutlichen, wie diese Übung aussehen kann:
Fragestellungen
Elektriker
Anwalt für Familienrecht
Wer sind die Zielgruppen?
– Hausbesitzer – Mieter – Ladenbesitzer
– Sich scheidende – Paare die einen Ehevertrag abschließen wollen – Sorgerechtstreit
Was wollen die Kunden/Kundinnen?
– sichere Verkabelung – keine Stromausfälle – Einhaltung der Vorschriften – Brandgefahr Stromschläge – unerwartete Reparaturrechnungen vermeiden
– Faire Vereinbarungen – rechtlicher Schutz – klare Regelungen für die Zukunft – langwieriger Konflikt – unfaire Einigungen – zukünftige rechtliche Probleme vermeiden
10 mögliche Fragen
– Ist diese Verkabelung sicher? – Muss die gesamte Verkabelung erneuert werden, oder reicht eine kleine Reparatur? – Wie lange wird der Strom ausfallen? – Können sie im Notfall kommen? – Wie viel wird das ungefähr kosten? – Können sie außerhalb der Geschäftszeiten arbeiten? – Ist mein Sicherungskasten noch in Ordnung? – Muss ich eine Modernisierung vornehmen, um die aktuellen Vorschriften zu erfüllen? – Hat das Auswirkungen auf meine Versicherung? – Erhalte ich eine Bescheinigung?
– Brauche ich einen Anwalt? – Wie viel wird das kosten? – Können wir uns außergerichtlich einigen? – Wie stehen meine Erfolgsaussichten? – Wie lange wird das dauern? Welche Unterlagen benötigen sie von mir? – Wird mein Ex-Partner/meine Ex-Partnerin alles sehen, was ich teile? – Wie wird sich das auf meine Kinder auswirken? – Können wir mein Unternehmen oder mein Vermögen schützen? – Was passiert, wenn wir uns nicht einigen können?
Befürchtungen
– Angst vor hohen oder unvorhersehbaren Kosten. – Sorge, dass eine teurere Leistung aufgeschwatzt wird. – Befürchtung, dass die Arbeiten den Alltag zu Hause oder im Geschäft stören könnten. – Misstrauen aufgrund früherer schlechter Erfahrungen mit Handwerkern. – Angst, dass versteckte Mängel aufgedeckt werden.
– Angst vor hohen Stundensätzen. – Emotionaler Stress durch die Einleitung rechtlicher Schritte. – Misstrauen gegenüber juristischer Fachsprache und „Anwaltsjargon“. – Sorge, beurteilt zu werden. – Angst vor einer Eskalation des Konflikts mit der Gegenseite.
Was, wenn nichts passiert?
– Kleine Probleme werden zu großen Mängeln. – Später höhere Reparaturkosten. – Erhöhtes Brand- und Sicherheitsrisiko. – Mögliche Schäden an Geräten. – Unerwartete Stromausfälle, die den Alltag oder den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen.
– In einer schlechteren rechtlichen Position zu sein als vorher. – Ungerechte Vereinbarungen in Bezug auf Geld oder Vermögen. – Eingeschränkter Umgang mit den Kindern. – Längere und kostspieligere Rechtsstreitigkeiten. – Anhaltender emotionaler Stress und Unsicherheit für alle Beteiligten.
Übung, um Kundenstamm zu definieren
Solltest du noch keine Kunden/Kundinnen haben, suche in Gruppen auf Facebook oder Reddit in deiner Nische oder Branche oder auf den Seiten deiner Konkurrenz, um diese Übung auszuführen.
Sprich die Sprache deiner Kunden/Kundinnen
Wie die Texte auf deiner Website verfassen? Hierzu brauchst du keinen Profi. Drücke dich einfach so aus, wie es deine Zielgruppe tut. Nutze deren Worte in deinen Überschriften, FAQs und CTAs. Konzentriere dich hierbei auf wiederkehrende Situationen und Themen.
Beispielsweise: “Notfall, Wasserrohr ist geplatzt!”-> Auf deiner Website heißt es dann: “Notfalldienst Nummer xxxx für geplatzte Rohre” oder “Lockiges Haar, keiner schneidet es richtig”-> Auf deiner Website: “Wir schneiden lockiges Haar perfekt”.
Dies heißt nicht, dass alles, was deine (potenzielle) Kundschaft fragen würde, Satz für Satz auf deine Website muss. Suche nach Mustern, wie Menschen reagieren, was am häufigsten vorkommt und sich mit dem, was du anbietest, deckt. Gruppiere diese Muster in Themen. Erzähle von diesen auf den Seiten deiner Website (Über Uns, Service) oder im Blog.
Beim Schreiben solltest du beachten, wo in der Customer Journey sich deine Kunden/Kundinnen befinden. Jemand der bemerkt, dass er eine Problemlösung braucht, befindet sich an einem anderen Punkt, als der-oder diejenige die einen Termin ausmachen will. Um diese Punkte der Kundenreise festzuhalten, gibt es zwei sehr ähnliche Ansätze: TOFU/MOFU/BOFU und das Sehen-Denken-Machen-Betreuen Schema.
TOFU, MOFU, BOFU Funnel
Der sogenannte Funnel (Trichter) beschreibt die Phasen die Konsumenten durchgehen: von der Suche bis hin zum Kauf bei dir.
TOFU (Top Funnel) – Menschen, die ein Problem oder Ziel haben, aber nicht aktiv nach Lösungen und Optionen suchen. Sie wollen erstmal verstehen und sich erkunden.
MOFU (Mitte des Funnels) – Menschen, die wissen wo sie Hilfe und Lösungen finden diese vergleichen.
BOFU (Bottom/Ende des Funnels) – Menschen die bereits aktiv Schritte getan haben, wie eine bestimme Dienstleitung/Produkt gefunden haben und kurz vor der Kaufentscheidung stehen.
Beispiele zum TOFU-BOFU Funnel
“An jedem der Funnel Punkte überlege dir vor welcher Entscheidung der/die Kosument/-in gerade steht:
TOFU: Habe ich wirklich ein Problem, dass jetzt eine Lösung braucht?
MOFU: Welche Firma, die mir eine Lösung bietet, macht für mich Sinn?
BOFU: Kann ich der Firma vertrauen und sicher sein, dass sie mir die Lösung bietet? Stimmt das Preisleistungsverhältnis für das Angebot?
Gute Inhalte informieren nicht nur, sondern leiten zur nächsten Entscheidung weiter. Miß die Konversionsrate entlang der Customer Journey, um Absprünge zu erkennen und gezielt zu optimieren.“
Eine weitere Art die Customer Journey zu betrachten ist das Sehen-Denken-Machen-Betreuen System (See-Think-Do.-Care), welches von Google’s Avinash Kaushik erstmals standardisiert wurde. Es überlappt mit dem TOFU/MOFU/BOFU Model.
Sehen – Menschen, die noch nicht darüber nachdenken zu kaufen, die aber in deine Zielgruppe passen und allgemein deine Inhalte interessant finden würden.
Denken – Menschen, die über eine Problemlösung nachdenken. Sie lesen, erkunden sich, recherchieren und vergleichen.
Machen – Menschen, die sich bereits entschieden haben und bereits sind zu kaufen oder jemanden zu kontaktieren.
Betreuen —Bereits bestehende Kunden/Kundinnen die du in wiederkehrende glückliche Stammkunden verwandeln willst.
Sehen-Denken-Machen-Betreuen-System Beispiele
Nutze beide Modelle als Check für deinen Content Kalender, wenn du deine nächsten Inhalte planst oder aktualisieren willst.
Sind zum Beispiel all deine Inhalte auf TOFU ausgerichtet, bekommst du viel mehr Traffic, aber weniger Leads. Wenn deine Inhalte auf BOFU ausgerichtet sind, könnten Menschen dir eventuell nicht genug vertrauen, um mit dir in Kontakt zu treten. Schreibst du für die Betreuen oder Care Phase wirst du Kunden/Kundinnen halten, doch Neukunden mehr hinterherjagen.
Demnach sollte dein Content Kalender mehrere Phasen der Customer Journey abdecken. Guter Content minimiert das Zögern vor der nächsten Entscheidungstreffung.
Conversions an jeder Stelle der Customer Journey zu messen, ist essenziell, um zu verstehen, an welchem Punkt sich die Menschen entschieden und, um die User-Erfahrung noch reibungsloser zu machen.
Du hast viele Ideen aber noch keine Website?
Mach aus deinen Ideen Kunden. Kreiere einfach deine Website oder Blog und starte gratis!
Wenn es darum geht, Inhalte zu kreieren, stelle dir vor wie diese auf deiner Website oder Channel aussehen sollen. Definiere klare Ziele. Key Performance Indicators oder KPIs helfen dir dabei, gesetzte Ziele konsequent zu verfolgen. Sie differenzieren zufällige Klicks von Aktionen, die Besucher/innen auf den Seiten deiner Website tun. Somit zeigen sie dir direkt, ob deine Inhalte Erfolg haben, oder nicht.
KPIs hängen davon ab, was du erreichen willst.
Wichtig für Kleinunternehmen sind die Neukundengewinnung (Lead Generation), Kundenerhaltung /Loyalität und dass deren Marke bekannter wird (Brand Awareness).
KPIs für die Lead Generation sind zum Beispiel:
Anzahl der Formulare die auf deiner Seite ausgefüllt und abgeschickt wurden
Anzahl der Verweis-Seiten und die Art der Seite (Google Business Profile, Facebook) die zu deiner Website führen
Menge der Buchungen (von deiner Website oder andern Quellen, wie Google Maps)
Produktkauf
Einschreiben für einen Newsletter
Zweitrangige KPIs sind Sichtbarkeit, Vertrauen und Kundenanbindung.
Nicht jeder Inhalt führt direkt zum Verkauf, denn er soll auch dazu beitragen:
Deine Firma mehr zu entdecken (Sichtbarkeit erhöhen),
Vertrauen aufzubauen (Glaubwürdigkeit),
Und Kundenloyalität zu schaffen (Kundenanbindung)
Für die Messung deiner KPIs:
Beobachte deinen organischen Traffic – die Website-Besuche, die durch Suchergebnisse zu dir gelangen.
Differenziere zwischen neuen und wiederkehrenden Besuchen.
Verfolge die Interaktionen auf wichtigen Seiten. – Wie bewegen sich die Besucher auf deinen Seiten? Scrollen oder klicken Sie?
Definiere das Leseverhalten deiner Besucher/innen- Tragen sie sich im Newsletter ein oder folgen sie die auf Social Media?
KPIs unterscheiden sich je nach Ziel und Firmenwebsite. Hier ein paar Beispiele:
Ein Klempner/-in würde zum Beispiel als erstes wissen wollen: Wieviel klicken auf den “Notruf” Button? Zweitrangig wären Messwerte dazu wie viele die “Über Uns” Seite durchlesen.
Eine Zahnarztpraxis würde mit der Veröffentlichung eines Artikels zur Zahnaufhellung, den Risiken und Preisen, die Buchungen für Zahnaufhellungen als primären KPIs und die Verweildauer auf der Blog-Seite als sekundäre KPIs messen.
Eine Sprachschule würde beispielsweise wissen wollen, wie viele Menschen auf Spanisch- und Italienisch-Kurse klicken und sekundär, wer sich in den Newsletter einschreibt.
Ohne dich in massive Analysen hineinzusteigern, beginne mit 3-5 KPIs die du kontinuierlich misst und auswertest und deine Inhalte daraufhin aktualisierst.
4. Passende Content Formate finden
Wenn du weißt, zu wem du sprichst und wo sich diese Person in der Customer Journey befindet, wird es Zeit das optimale Content Format zu wählen. An diesem Punkt schlagen viele Unternehmen den umständlicheren Weg ein. “Videos werden doch nur noch in Kurzform angesehen.” und “ Wer liest noch E-Mails?” sind vorschnelle Generalisierungen.
Wichtige Formate, um Inhalte auf diversen Kanälen zu präsentieren sind:
Blog-Artikel
E-Books
Videos
Checklisten
Vorlagen
Infografiken
Newsletter (E-Mails)
Webinare
Fallstudien
Audio
Beginne mit wenigen Formaten
Verwende das, was du auch kontinuierlich aktuell aufrechterhalten kannst. Beliebte Formate sind: Blog, Video, Testimonials und Bewertungen.
Format
Gut für
Themen-Beispiel
Firmen-Beispiel
Kurze Artikel, Blogbeiträge
Probleme erklären, Fragen beantworten, SEO
So bereiten sie ihr Auto auf eine lange Autofahrt vor
Reparaturwerkstatt
Video (kurz oder lang)
Zeigen, wie etwas funktioniert, Vertrauen aufbauen
Hinter den Kulissen: Was passiert mit ihrem Haustier während einer Zahnreinigung?
Tierarztpraxis
Kundenbewertung
Social Proof aufbauen
“Ich hatte Angst vor dem Zahnarztbesuch – das hat meine Meinung geändert”
Zahnarztpraxis
Vergleiche
Menschen dabei helfen, verschiedene Optionen zu vergleichen
Welche Massage eignet sich bei Rückenschmerzen?
Massage Studio
How-to-Anleitungen
Bestimmte Aufgaben bewältigen
Checkliste für den Umzug: Versorgungsunternehmen, Internet und Adressänderung
Umzugsfirma
FAQs
Reibungsverluste und Unklarheiten vor dem Kauf verringern
Zahlungs-, Stornierungs- und Nichterscheinen-Bedingungen
Yogastudio
Formate von Inhalten und deren Vorzüge
Sei auf den Kanälen präsent, die deine Zielgruppe nutzt
Vorsicht, verlass dich nicht allein auf die Sozialen Medien für deinen Content, denn die Algorithmen verändern sich ständig. Posts bleiben nur kurze Zeit aktuell und verschwinden danach im Feed. Mit einer einfachen Website bleiben deine Inhalte online bestehen, sobald du diese veröffentlicht und bei Suchmaschinen indexiert hast.
Eine Idee-Mehrere Kanäle
Du musst nicht überall Neues schaffen!
Nimm eine Idee und passe diese mehrfach an, z.B.:
Blog-Beitrag auf deiner Firmenwebsite
Social Media Post, der die Kernaussage des Blogposts zusammenfasst
Kurzes Video oder Reel, dass die Idee visuell veranschaulicht
E-Mail mit einem Link zum Blog-Artikel an deine Subscriber
FAQ-Bereich auf deinen Seiten deiner Website
Beispielsweise könnte eine Reinigungsfirma eine Checkliste mit dem Tipp zum Frühjahrsputz im Blog und für ein Karussell im Social Media Post verwenden.
Oder, ein Hochzeitsfotograf gibt Tipps wie man sich vor der Kamera wohler fühlt und fasst diese als Videos und Stories zusammen.
💡Zeitsparer-Tipps
Nicht alle lesen alles von dir. Konzentriere dich auf drei deiner erfolgreichsten Inhalte und:
1. aktualisiere diese regelmäßig, 2. schreibe aus verschiedenen Blickwinkeln, 3. teile diese auf allen deinen Kanälen.
Qualität statt Quantität. Gute Inhalte aktueller und relevanter machen als zig Verschiedenes zu publizieren.
5. Content Marketing Tools nutzen
Es gibt kein perfektes Tool, Webnode listet für dich die wichtigsten Tools zur Planung und Organisation deiner Inhalte, als auch zur Erstellung und Analyse derer:
Planung
Semrush für Wettbewerbsanalyse, Themenideen und Ideen für Schlüsselwörter
Ahref, um zu wissen wonach Menschen suchen
Google Trends zur allgemeinen Trendanalyse
Ubersuggest, um Schlüsselwörter zu analysieren und grobe Inhaltsstrukturen zu generieren
Organisation
Content Kalender zur strategischen Planung wie Trello, Meister Task oder Scrompler helfen dir bei der Verwaltung.
Erstellung
KI-gestützte Programme wie Buffer, die Texte als auch Bilder optimieren und generieren.
Canva für Grafiken und Infographiken.
HubSpot oder MailerLite für E-Mail Campagnen.
Analyse
Google Analytics und Google Search Console für die Auswertung deines Website Traffics und Verhalten deiner User.
Wie viel kostet Content Marketing für Kleinunternehmen?
Es kommt darauf an, ob du deine Inhalte selbst verfasst, und ob du dich einschließlich auf deinen organischen Traffic konzentrierst, oder auch bezahlte Werbung machst.
DIY Content Marketing mit einfachen Tools
Content Marketing kannst du selbst machen, wenn du
deine Kunden gut kennst,
ihre Fragen verstehst,
und regelmäßig hilfreiche Inhalte veröffentlichst.
Vermeide dabei:
nur dann zu schreiben, wenn du gerade Lust hast,
große Marken einfach zu kopieren,
auf allen Kanälen gleichzeitig aktiv sein zu wollen.
Typische monatliche Kosten ( in EUR) fürs eigene Content Marketing:
E-Mail-Tool (falls Newsletter versendet werden): ab 18-20 EUR (Mailchimp Start)
Einfaches Design / Stockfotos: 30 EUR (Adobe)
Direkte Kosten: ca. 80-100 EUR/Monat
Versteckte Kosten: deine Zeit. Viele Unternehmer/-innen verbringen viel Zeit mit dem Schreiben, dies kann manchmal teurer werden, als einen Freelancer zu engagieren Texte zu schreiben.
💡Auch wenn du vieles selbst schreibst, kann ein gelegentliches Feedback von einem erfahrenen Texter oder UX-Writer deine Inhalte deutlich lesbarer und wirkungsvoller machen.
KI kann dir helfen:
Themen zu finden,
Entwürfe zu erstellen,
Texte zu kürzen
und neue Formulierungen vorzuschlagen.
Trotzdem solltest du Fakten prüfen, Beispiele an dein Unternehmen anpassen und den Text so überarbeiten, dass er zu deinem Stil und deiner Arbeitsweise passt.
Agentur oder Freelancer?
Du solltest dir eine Agentur oder Freelancer für dein Content Marketing suchen, wenn deine Firma sehr schnell wächst und/ oder du sehr viele verschiedene Märkte bedienst. Das lohnt sich, wenn du dein Thema und die Fragen deiner Kunden kennst, aber Zeit, Energie oder die passenden Schreibfähigkeiten fehlen, um daraus gute Inhalte zu machen.
Freelancer
Ein Freelancer kostet ca. 100-500 EUR pro Artikel. Je nachdem auf welche Märkte dieser spezialisiert ist oder ob Texte in verschiedenen Sprachen verfasst werden, kann dies monatlich mehr als 1000 EUR kosten.
Ein guter Freelancer interessiert sich für
dein Unternehmen,
deine Kunden und
deine Ziele.
Er/Sie schaut sich bestehende Inhalte an und ist offen für Feedback.
Sei vorsichtig, wenn jemand sofort mit Themen startet, generische Texte liefert oder sich nicht dafür interessiert, wie Inhalte Kunden gewinnen sollen.
Je mehr Kundenfragen, Beispiele und klare Ziele du lieferst, desto besser werden die Ergebnisse.
Agentur
Eine Agentur kann sinnvoll sein, wenn dein Unternehmen wächst und du Content, SEO und Marketing strategisch ausbauen möchtest. Sie kostet dich locker 1000-2000 Euro im Monat, um regelmäßig Inhalte zu erstellen. Für ein Einzelprojekt können es mehrere Tausend Euro sein.
Eine gute Agentur will zuerst dein Geschäft, deine Kunden und deine Ziele verstehen. Vorsicht bei Anbietern, die sofort schreiben wollen oder nur auf Klicks und Aufrufe schauen statt auf echte Ergebnisse wie Leads oder Anfragen.
Wenn du eine Agentur buchst, achte darauf, dass diese:
mit einer ausführlichen Analyse und Recherche beginnt,
mehrere Beiträge pro Monat bereit ist zu schreiben,
dir dabei hilft zu erklären, wenn du erreichen willst und wie dein Erfolg aussehen kann,
einen konkreten Content Plan vorschlägt, der auf deine Customer Journey abgestimmt ist,
und Inhalte mit deinen KPIs verknüpft.
Sei vorsichtig, wenn die Agentur:
sofort mit dem Schreiben loslegt, ohne dein Geschäft zu verstehen.
allgemeine Themen liefert, die auf jeden passen könnten.
nur Aufrufe und Klicks misst, statt relevanter Ergebnisse.
Menschen, die deine Inhalte erstellen, sollten sich für deine Kunden/Kundinnen und dein Unternehmen interessieren. Sie stellen Fragen und setzen sich mit deinem Unternehmen auseinander.
“Wenn ich mit Kunden zusammenarbeite, beginne ich immer mit den Grundlagen:
Wofür steht die Marke? (Werte und Alleinstellungsmerkmal) An wen möchten sie sich wenden?(Zielgruppe) Wie wollen sie zu der Gruppe sprechen und wie sieht die Markenpersönlichkeit aus?
Sind diese Dinge nicht klar, so kann jeder Inhalte schreiben und mit KI improvisieren. Das führt in der Regel zu generischen, schnell vergessenen Inhalten. Sobald die Kernbotschaft klar ist und dem richtigen Ort an wiederholt geteilt wird (intelligente Verbreitung) trägt dies entscheidend dazu bei, dass Inhalte erfolgreich werden.”
Liste deine Hauptdienstleistungen oder Produkte auf.
Bleibe aktiv auf Social Media und interagiere mit deinem Publikum kontinuierlich.
💡Warum brauchst du 2026 noch eine Website?
Social Media ist nur geliehener Raum: Algorithmen ändern sich ständig und Konten können gesperrt werden. Deine Reichweite und somit deine Followers sind dann einfach mal weg. Deine Website gehört dir – und sorgt dafür, dass Menschen dich finden und bleiben.
Fang klein an, finde heraus, was bei deinen Kunden/Kundinnen ankommt, und verbessere deine Inhalte nach und nach. Das Wichtigste ist, nicht mit “mehr Content“ zu beginnen, sondern mit nützlichem Content. Dieser sollte Menschen helfen und gleichzeitig deine Leistungen hervorheben, nur so bekommst du die Leads, die deine Firma wachsen lassen.
Was ist der Unterschied zwischen Social Media Marketing und Content Marketing?
Social Media Marketing ist ein Teil des Content Marketings, welches zusätzlich auch bezahlte Werbung nutzt. Darüber hinaus umfasst Social Media Marketing den aktiven und kontinuierlichen Aufbau einer Community. Dazu gehören das Erstellen von Beiträgen, das Reagieren auf Kommentare, Beantworten von Fragen sowie das Management von Events.
Ist SEO Content Marketing?
Nein, sie hängen aber zusammen. SEO hilft dabei, dass dein Content von Suchmaschinen gefunden wird.
Wie starte ich mit Content-Marketing, wenn ich noch keine Erfahrung habe?
Starte mit einer einfachen Content-Strategie:
Definiere deine Zielgruppe,
überlege dir 5 häufige Fragen, die deine Kunden stellen,
und beantworte sie auf deiner Website oder im Blog.
Weniger ist am Anfang oft mehr.
Wie viel Zeit sollte ich für Content-Marketing einplanen?
Rechne grob mit 2–6 Stunden pro Woche – je nachdem, wie oft du Inhalte veröffentlichen möchtest und ob du Unterstützung hast. Mit KI-Tools kannst du einiges an Zeit sparen, doch der Feinschliff bleibt bei dir.
Muss ich SEO machen, damit mein Content gefunden wird?
Ja. Es lohnt sich, deine Inhalte für Suchmaschinen anzupassen, damit du im Netz schneller gefunden wirst und somit deine Sichtbarkeit und Reichweite erhöhst. Hierbei ist eine übersichtliche Inhaltsstruktur, die richtigen Schlüsselwörter und interne Verlinkungen die Basis.
Welche Arten von Inhalten eignen sich für kleine Firmen?
Für KMUs eigenen sich Inhalte wie:
Blog-Posts um Fachwissen tu teilen
Kundenbewertungen und Fallstudien, die Vertrauen schaffen
Videos, um Produkte oder Dienste vorzustellen
Infografiken, um Informationen klarer und einfacher darzustellen
Social Media damit Interaktionen innerhalb der Zielgruppen gefördert werden
Dorothea Eue ist eine kreative Person mit wissenschaftlichem und marketingtechnischem Hintergrund, die nicht vor dem Sprung ins kalte Wasser zurückschreckt und keine Seite lange leer lässt. Mit ihrem juristischen Blick und ausgeprägten Recherchefähigkeiten macht sie Komplexes und Kompliziertes verständlich. Seit fünf Jahren schreibt sie Texte auf Deutsch und Englisch und schätzt die Vielfalt bei der Erstellung von Infografiken, Tutorials, Blog-Beiträgen und Social-Media-Posts. Wenn sie nicht gerade tippt, wandert sie oder spornt sich mit Trailrunning zu weiteren Aktivitäten an.